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Betriebsstörungen in der Abwasserbeseitigung

Kanalverstopfungen oder Ausfall des Kleinpumpwerkes
(rote Meldeleuchte am Schaltschrank des Pumpwerkes)

Um im Störfall Überflutungsschäden auf dem Privatgrundstück zu vermeiden, bitte umgehend das diensthabende Kläranlagenpersonal unter der Rufnummer 0800 - 028 226 6 (AB) informieren.

Der Störfall wird dann umgehend bearbeitet.

Kläranlage im Überblick

Misch- und Ausgleichsbecken
Der Abwasserstrom wird hier durchgeleitet, um Abwasserzulaufspitzen zu puffern, Abwässer zu mischen und so einen gleichmäßigen Zulauf zur Kläranlage zu gewährleisten.

 

Rechen- und Sandfanghalle
Die Rechen- und Sandfanghalle dient der mechanischen Reinigung des Abwassers. Hier werden im Rechen die Grob- und Faserstoffe durch feine Siebe abgefangen. Im weiteren Verlauf gelangt das Abwasser in den Sandfang. Durch Reduzierung der Fließgeschwindigkeit sinken die im Abwasser enthaltenen schweren Bestandteile wie z.B. Sande auf den Beckenboden und werden mit Pumpen ausgetragen. Leichte Stoffe wie Fette und Öle sammeln sich an der Oberfläche und werden über einen Fettabscheider getrennt.

 

Biologische Phosphorelimination (Bio-P-Becken)
Im Bio-P-Becken erhält das Abwasser keinen Sauerstoff. Dadurch geraten die Bakterien in Stress und geben eingelagertes Phosphor ins Abwasser ab. Wenn die Bakterien im weiteren Verlauf wieder mit Sauerstoff versorgt werden, nehmen sie das zuvor abgegebene Phosphor sowie noch zusätzliches auf. Hierdurch wird der Phosphatgehalt weiter reduziert.

 

Belebungsbecken
Hier werden die Bakterien auf den Abbau von Stickstoffverbindungen und Phosphaten trainiert. Hierzu benötigt man abwechselnd belüftete und unbelüftete Beckenbereiche. Zur Belüftung dienen die beiden Gebläsestationen. Durch die Belüftung werden die Bakterien aktiv und zehren die Schmutzfrachten wie Phosphor-, Stickstoff- und Kohlenstoffverbindungen auf. Dadurch vermehren sich die Bakterien und müssen ständig als Überschussschlamm abgezogen werden.

 

Nachklärbecken
Dieses dient der Trennung der Bakterienmasse (Belebtschlamm) vom übrigen Wasser. Durch Sedimentation setzt sich der Schlamm am Beckenboden ab. Dieser wird als Rücklaufschlamm der Belebung wieder zugeführt oder als Überschussschlamm in den Schlammstapelbehälter gepumpt. Das Klarwasser wird über den Auslauf der Kläranlage in die Luhe abgeleitet.

 

Vererdungsanlage
Die überschüssige Bakterienmasse wird dem System entzogen, im Schlammstapelbehälter entwässert und anschließend auf die Beete der Vererdungsanlage verteilt. Hier erfolgt über einen Zeitraum von rund 15 Jahren die Umwandlung in ein Bodensubstrat.

 

Betriebsgebäude
Im Altbau befindet sich das Labor sowie die Stör- und Betriebsmeldungserfassung der Kläranlage und der dezentralen Abwasserpumpwerke. In dem im Jahr 2009 errichteten Neubau sind Leitwarte und Umkleideräume untergebracht. Im Labor werden Untersuchungen an den Abwässern und den Bakterienschlämmen durchgeführt. In der Leitwarte laufen alle Meldungen der Anlagenteile zusammen. Die Leitwarte wertet sie aus und kann selbständig steuernd eingreifen. Alle gesammelten Daten der einzelnen Anlagenteile sowie der manuell erfassten Laborwerte werden hier protokolliert.

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