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Vorlage - SGA/BV/624/2014  

Betreff: Auszeichnung der Samtgemeinde Amelinghausen als "Kinderfreundliche Kommune"; Bestätigungserklärung der Samtgemeinde Amelinghausen
Status:öffentlich  
Federführend:Geschäftsbereich 1 - Zentrales Verwaltungsmanagement Beteiligt:Geschäftsbereich 1 - Zentrales Verwaltungsmanagement
Beratungsfolge:
Samtgemeindeausschuss Beschlussempfehlung
Rat der Samtgemeinde Amelinghausen Entscheidung
04.11.2014 
25. Sitzung des Samtgemeinderates ungeändert beschlossen   
Anlagen:
Beschlussvorlage GemSGA PDF-Dokument

Sachverhalt:

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

 

Der Rat der Samtgemeinde Amelinghausen erklärt durch Beschluss, dass die Samtgemeinde Amelinghausen am Verfahren „Kinderfreundliche Kommune“ teilnimmt.

 

Sachverhalt:

Sachverhalt:

Sachverhalt:

 

Die Samtgemeinde Amelinghausen hat sich auch aufgrund des hier vorhandenen Kinder-, Jugend- und Familiennetzwerkes, bestehend aus Einrichtungen, Vereinen und Verbänden, um die Auszeichnung als „Kinderfreundliche Kommune“ beworben. Am 15. Oktober wird nun seitens der Trägerinstitution dieser Auszeichnung mitgeteilt, dass zum jetzigen Zeitpunkt die Voraussetzungen als „Kinderfreundliche Kommune erfüllt sind. Die „Kinderfreundliche Kommune“ ist eine gemeinsame Initiative des Deutschen Komitees für UNICEF e.V. und des Deutschen Kinderhilfswerkes e.V.

 

Durch Ratsbeschluss muss jedoch die Teilnahme am Verfahren bestätigt werden.

 

Nachstehend ergänzende Erläuterungen (Quelle: Kinderfreundliche Kommunen e.V.):

Die Auszeichnung „Kinderfreundliche Kommune“ bietet Städten und Gemeinden die Möglichkeit, die Rechte von Kindern und damit den Schutz, die Förderung sowie die Beteiligung von Kindern zu stärken. Die demografische Entwicklung stellt die Kommunen vor eine existenzielle Herausforderung. Kinder- und damit familienfreundliche Lebensbedingungen sind zu harten Standortfaktoren geworden. Wer sich heute für Kinder einsetzt, investiert in die eigene Zukunft. Gleichzeitig werden durch die Optimierung von Bildungschancen, Gesundheit und sozialem Wohlbefinden der Kinder in Städten und Gemeinden die entscheidenden Weichen für das spätere Leben gestellt.

 

Die praktische Umsetzung der in der UN Kinderrechtskonvention verbrieften Rechte auf Schutz, Förderung und Beteiligung erfordert den Blick auf den sozialen Nahraum von Kindern. Ihr unmittelbares Lebensumfeld beeinflusst die Bedingungen des Aufwachsens und die Entwicklungschancen von Kindern am meisten.

Die Verwirklichung der Kinderrechte muss sich am Wohnort der Kinder beweisen in den Städten und Gemeinden. Bundes- und Landesgesetze können auf Basis der UN-Kinderrechtskonvention den Rahmen vorgeben. Doch es sind die Kommunen, die vor Ort konkrete Verbesserungen erzielen können. Kinderfreundliche Kommunen schaffen daher die Grundlage für eine bundesweit vernetzte Kinder- und Familienpolitik.

 

Die Bausteine einer kinderfreundlichen Kommune stellen sicher, dass die Kinderrechte im Leben und in der Politik von Städten verankert werden.

Der Verein „Kinderfreundliche Kommune e.V.“ zeichnet Städte und Gemeinden aus, die für die lokale Umsetzung der Kinderrechte – unter Beteiligung der in der Kommune lebenden Kinder und Jugendlichen – verbindliche Ziele und einen Aktionsplan entwickeln.

Der Verein begleitet die Kommune bei der Entwicklung eines kinderfreundlichen Aktionsplans, der zur Verleihung des Siegels „Kinderfreundliche Kommune“ führt. Neun international gültige Bausteine bilden den Rahmen für den gemeinsamen Entwicklungsprozess.

 

Viele Kommunen entdecken Kinder und Jugendliche als wichtiges „Humankapital“ und Faktor für ihre Zukunftsfähigkeit. Eine Weiterentwicklung einer konsequenten kinderfreundlichen Stadtpolitik unter professioneller Begleitung verschafft der teilnehmenden Kommune sowohl bundesweit als auch international Aufmerksamkeit und schärft das Profil einer kinderfreundlichen Stadtentwicklung.
 

Die Aufwertung vorhandener Strukturen, eine stärkere Öffentlichkeitswirksamkeit über das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ sowie die mögliche Akquise von Fördermitteln sind Nutzungseffekte, die sich sehr positiv auf die Kommune auswirken können. Das erhöht ebenfalls den Anreiz regionaler Sponsoren für die Unterstützung kommunaler Kinder- und Jugend-Projekte. Anspruchsgruppen auf kommunaler Ebene können sich über das Vorhaben besser vernetzen.

Der Prozess und die Auszeichnung stehen für die Good Governance einer nachhaltigen, zukunftsfähigen Kommune.

 

Die teilnehmenden Kommunen müssen sechs Schritte gehen. Start für das Vorhaben ist ein Stadtratsbeschluss. Der erste Schritt ist die Standortbestimmung. Anhand eines Fragebogens bestimmt die Kommune ihren Standort in puncto „Kinderfreundlichkeit“. Das Ergebnis wird vom Verein und der Sachverständigenkommission ausgewertet. Der Fragebogen beinhaltet mehrere Dimensionen, u.a. Orientierung (Zielvorgaben, Leitbilder), die Struktur (Angebote), den Prozess (Partizipation, Nutzung, Information, Zusammenarbeit) und das Ergebnis (Evaluation, Qualitätssicherung). Er stellt die Sicht der Erwachsenen dar.
Im nächsten Schritt erfolgt ein breiter Beteiligungsprozess von Kindern und Jugendlichen. Sie äern selbst in Workshops und mittels Befragung ihre Wünsche und Vorschläge zur Verbesserung ihrer Lebenssituation in der Kommune. Diese Erhebung dient der Bedürfniserfassung aus Sicht der Kinder und Jugendlichen unter Berücksichtigung mehrerer Altersgruppen und Sozialräume. Fragen wie z.B. „Wo fühle ich mich wohl?“, „Was fehlt mir?“ oder „Was bin ich bereit selbst dazu beizutragen?“ sind Teil der Erhebung. Außerdem erfolgt eine altersgerechte Information über die Prozess-Schritte.

Basierend auf den Ergebnissen der Standortbestimmung und der Workshops mit Kindern und Jugendlichen erstellt die Kommune einen ressortübergreifenden Aktionsplan. Er umfasst Ziele, konkrete Zeitpläne und Verantwortlichkeiten für die einzelnen Vorhaben und wird vom Stadt- oder Gemeinderat bestätigt. Der Aktionsplan bildet die Grundlage für die Formulierung einer Zielvereinbarung zwischen der Verwaltung der Kommune und dem Verein „Kinderfreundliche Kommune“. Nach Unterzeichnung der Zielvereinbarung erhält die Stadt das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“.

hrend des gesamten Prozesses wird die Kommune durch die unabhängige Sachverständigenkommission und den Verein begleitet und beraten. Die Sachverständigen liefern einen Zwischen- und einen Abschlussbericht. Sie hinterfragen die inhaltliche und finanzielle Prioritätensetzung in der Kommune in Bezug auf den Schutz, die Förderung und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen.
 

Die Auszeichnung „Kinderfreundliche Kommune“ gilt vier Jahre lang. Danach kann ein weiterentwickelter Aktionsplan beschlossen und die Zielvereinbarung erneuert werden. So bleibt der Kommune die Auszeichnung erhalten.

 

 


Anlage/n:

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Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Beschlussvorlage GemSGA (185 KB) PDF-Dokument (127 KB)    

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